[5/5] Spiel der Teufel / Andreas Franz

Inhalt

 

Lisa und Sören bekommen Besuch von ihrem Chef Volker Harms, der ein toternstes Gesicht macht. Die Beiden ahnen, dass er keine gute Nachrichten hat und die Ahnung sollte bestätigt werden. Harms muss den Beiden mitteilen, dass deren Kollege und sehr guter Freund Gerd Wegner Selbstmord begangen hat. Lisa und Sören werden kreidebleich und schon sind sie unterwegs zu Nina, Gerds Frau.

Im Haus von Gerd ist die Spurensicherung noch am Arbeiten und Nina kommt verweint auf Lisa und Sören zu. Sie schüttelt den Kopf und sagt sich immer wieder, dass sie nicht glauben kann, das Gerd sich einfach so das Leben nimmt. Es muss was anderes dahinter stecken.

Sören und Lisa können es auch nicht glauben, denn es gab nicht ein Anzeichen, das es ihm schlecht geht. Er hat den Tot seiner Tochter mehr oder weniger verkraftet und ging auf seine Art mit dem Verlust um. Keiner, aber wirklich keiner, hat irgendwas gemerkt, dass Gerd sich aus dem Staub machen will.

Gerd wird von dem Pathologen Jürgens untersucht und sehr schnell wird bewiesen, dass Gerd sich nicht das Leben genommen hat, denn sein Blut enthält jede Menge Alkohol und K.O. Tropfen. Gerd kann nicht fähig gewesen sein, sich in seinem Auto mit Abgasen umzubringen.

Lisa und Sören fangen an zu ermitteln und stechen in ein Wespennest. Während der Ermittlungen wird den Beiden klar, dass sie Gerd nie richtig kennen gelernt haben. Alle Indizien weisen darauf hin, dass Gerd korrupt gewesen ist. Bis Ivana auftaucht und Lisa und Sören die wahre Geschichte über Gerd erzählt.

Lisa und Sören werden in einen Teufelskreis gezogen und ihr Leben ist in sehr großer Gefahr.... Doch die Beiden ermitteln weiter. Egal was passiert, sie sind es Gerd schuldig....

 

 

Meinung

 

Ich habe mich wie ein Kind gefreut, als ich das Buch per Zufall gefunden hatte. Ab nach Hause mit dem Buch und dann stand es erst einmal rum. Irgendwie hatte mich meine Handarbeit völlig ausgefüllt, dass ich gar nicht mehr zum Lesen kam. Als ich dann endlich umgezogen bin und langsam aber sicher Ruhe einkehrte, schnappte ich mir das Buch und verschlang es regelrecht.

Das Buch ist das 3. Buch aus der Reihe mit Sören Henning und Lisa Santos. Irgendwie hatte mir diese Buchreihe es am meisten angetan, dass ich alle Bücher auch lesen wollte. Besser gesagt, lesen musste.

Die Story fängt eher traurig an, denn ein sehr guter Freund und auch Kollege von den Beiden hatte sich nach erstem Anschein das Leben genommen. Doch je mehr Lisa und Sören der Sache nachgingen, desto mehr wurde den Beiden klar, dass sie Gerd überhaupt nicht kannten. Andreas Franz hat das Gefühlschaos der Beiden wirklich zum Besten gegeben und ich habe förmlich gemerkt, wie die Gefühle in den Beiden Achterbahn fuhren, weil sie einfach nicht mehr wussten, was wahr ist und was gelogen war. Je länger die Ermittlungen dauerten, desto tiefer rutschten die Beiden in den Sumpf und die Gefahr nahm mächtig zu, denn immer mehr stand von den Beiden das Leben auf dem Spiel.

Nina, die Frau von Gerd, wird mehr als perfekt beschrieben, man leidet mit der Frau mit wie sie um ihren Gerd trauert, im nächsten Augenblick lodert Hass und Wut auf und man merkt richtig, dass sie nur 5 Minuten mit dem Mörder haben will... Warum nur? Aber würden wir alle nicht so reagieren, wenn uns ein geliebter Mensch genommen werden würde? Doch je mehr Sören und Lisa an dem Fall arbeiteten, desto mehr wurde ihnen klar, dass sie auch Nina nie wirklich kannten und das macht den Beiden richtig mächtig zu schaffen.

Aus dem Nichts taucht Ivana auf und erzählt Lisa und Sören eine Geschichte, die niemals wahr sein konnte. Es ist die selbe Geschichte die sie auch Gerd erzählt hatte, was ihm letztendlich seinen Tot brachte.

Die Story hat mich wahnsinnig gefesselt und es kamen Tatsachen ans Licht, die ich teilweise vermutet hatte und dann kam wieder was dazu, wo ich echt große Augen bekommen hatte. Andreas Franz hat es geschafft und bringt den Leser auf eine Spur und man konnte sich sicher sein, auf der nächsten Seite lag man falsch. Da durch wurde diese Story wirklich spannend, mitreißend, fesselnd, geheimnisvoll.

Ich habe es bisher in keinen Buch erlebt, dass so viele Charaktere irgendwie eine Hauptrolle spielten und diese auch alle noch zum Besten gegeben wurden. Meistens ist es ja, das ein Charakter erwähnt wird, dieser kurz beschrieben wird und dann doch irgendwie wieder vernachlässigt wird. In diesem Buch überhaupt nicht.

Andreas Franz erzählt hier eine Story, die es wahrscheinlich auch bei uns auf der Welt in so ähnlicher Art geben wird und er hat es wirklich geschafft die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend zu halten. Jeder Charakter kam zum Zug und wurde detailliert beschrieben ohne das es langweilig wurde oder es einem vor kam, dass die Geschichte künstlich in die Länge gezogen wurde.

Mich faszinieren solche Autoren wahnsinnig, die es schaffen, die Leser regelrecht in ihren Bann zu ziehen. Ich bin mir wahnsinnig sicher, dass ich auf jeden Fall die anderen Reihen von Andreas Franz auch lesen werde. Inzwischen habe ich wirklich Gefallen an diesem Autor gefunden. Schade nur, dass er selber leider keine Bücher mehr schreiben kann, aber sein Nachfolger Daniel Holbe macht seinen Job wirklich gut weiter und ich hoffe wirklich, dass es mit den Andreas Franz-Reihen weiter gehen wird.

 

 

Fazit

 

5 Sterne, wenn es nach mir ging 6 oder mehr, von mir aus, denn so ein gutes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es konnte mich absolut überzeugen und vor allem fesseln und daher wird auch eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen.

Ihr könnt mit dem Buch echt nichts falsch machen und ich denke ganz stark, wer solche Bücher mag, auch den wird es mitreißen.

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